Drei Auftritte des Sängerbunds in der Bun-deshauptstadt/ „Bekanntester Gesangverein in Berlin"
Waghäusel-Wiesental/Berlin (ber).

Wie geputzt strahlte in der Sonne der Straßen-schild der „Waghäuseler Straße" im Berliner Stadtteil Wilmersdorf: vermutlich wegen des Besuchs von 80 Waghäuselern, darunter 40 Sänger des Sängerbunds Wiesental. Seit 1892 gibt es den Straßenzug, der an die blutige Niederschlagung der Badischen Revolution von 1849 und an das Gefecht bei Waghäusel, an dem der Kronprinz und spätere Kaiser Wilhelm I. teilgenommen hatte, erinnert.
Drei Auftritte absolvierte der Gesangverein in der Bundeshauptstadt. Begeistert zeigte sich nicht nur das jeweilige Publikum. Überschwänglich lobten die Gastgeber die starken Leistungen der Sänger unter ihrem Dirigenten Wolfgang Tropf. Sein Können stellte der Chor zunächst in einem der ältesten und schönsten Gotteshäuser Berlins, in der neugotischen monumentalen Kirche St. Sebastian, unter Beweis. Mit sorgfältig ausgewählten Liedern, die das Leistungsvermögen unterstrichen und die gesangliche Kompetenz herausstellten, wartete der Chor auf. Den Darbietungen auf der Empore und im Altarraum lauschten die entzückten Zuhörer, die das vielseitige Liedrepertoire der Badener lobten.